Freitag, 18. April 2014

Oster Bobbel 2014




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


Bobbel Boy – sein drittes Ostergedicht
Wenn Narcissus und Tulipan spriessen
Die Leute Schokihasis geniessen
Die Weihnachtsgans ist kaum verdaut
Das Osterlamm schon vom Teller schaut
Wenn die Uhr ist eine Stunde vorgestellt
(Wer das erfand, bekam dafür Geld!)        

Dann ist bald die nächste Osterfeier 
 

Viele bunte Ostereier -
wünscht


Matthias Talmeier




Mittwoch, 16. April 2014

Frida Kahlo #2

Ich hoffe, froh zu sterben, und ich hoffe, 
niemals wiederzukommen.  
Frida Kahlo (1907-1954) Tagebucheintrag, kurz vor ihrem Tod



Pastell auf Graukarton (ca.29x21cm)



Wenn meine Portraits eines Tages so richtig "lebendig" strahlen, 
obwohl einige der Portraitierten schon lange tot sind, kann ich froh sterben,
ich würde aber nur wiederkommen, wenn XP weiter aktualisiert wird...;-)
Dazu meint Bobbel Boy: Mach dich locker, tuste LINUX <--(click)--> zusätzlich auf deinen alten Computer. Koschd nix - is for free - is für umme  - is für lau - und klappt ooch mit Oldtimer-Computern. Dann gehste mit LINUX "online" und arbeitest mit XP janz entspannt "offline" un fertich is die Laube! Det Worldwideweb dreht sich ooch ohne Windoofs weiter - und viel preiswerter isses ooch. - Ätsch!!! 
Ach ja,  mein  Computer ist schon älter und nach "moderner" Auffassung "langsam", aber ich bin auch keine Siebzehn mehr und kein junger Flitzer - so what? Dieser neumodische Hochgeschwindigkeitswahn ist doch nur krank! Siehe dazu auch ---> hier! ;-)




Sonntag, 13. April 2014

Frida Kahlo (1907-1954) #1

Ich male mich selbst, da ich oft alleine bin und das, 
was ich bin am Besten kenne.  
Frieda Kahlo (1907-1954), mexikanische Malerin



Bleistift - Pencil (21 x 15cm)



... und ich male gerne Portraits, weil ich oft alleine bin und ich mich auf diese Weise faszinierenden Persönlichkeiten "nähern" kann... die Auseinandersetzung mit ihnen wird intensiver...



Wir sollten etwas aus unserem Leben machen. 
Jedenfalls bin ich wie eine Katze - mich bringt so schnell nichts um   Frieda Kahlo


Frieda Kahlo ist wohl das eindruckvollste Beispiel dafür, wie das Malen einerseits von großen körperlichen Qualen ablenken und gleichzeitig eigenes Leid ausdrücken kann. 
Als sie 18 Jahre alt war, bohrte sich bei einem Busunglück eine Stahlstange durch ihr Becken. 
Sie konnte danach nur im Ganzkörpergips liegen oder mußte ein Stahlkorsett tragen. 
Später lernte sie zum Erstaunen der Ärzte sogar wieder das Gehen.   

Man wird richtig kleinlaut, bescheiden und dankbar, wenn man über ihr Schicksal und ihren  Lebenswillen nachdenkt und jeder kleinste Anflug von eigenem Verdruß und Jammerei wird sogleich im Keim erstickt.

Es stimmt einfach, daß das Malen und Zeichnen eine wunderbare "Selbsttherapie" ist. 
Heute hatte ich am frühen Abend plötzlich einen "Moralischen". 
Doch als ich Bleistift und Block zur Hand nahm und erstmalig eine Portraitskizze von Frida zeichnete, wurde es doch noch ein zauberhafter und entspannter Abend.
Danke Frida Kahlo!;-) 

     


Mittwoch, 9. April 2014

California Dreaming #1

Mich dünkt der Traum eine Schutzwehr gegen die Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie wo sie … die beständige Ernsthaftigkeit des erwachsenen Menschen durch ein fröhliches Kinderspiel unterbricht. 
Ohne die Träume würden wir gewiß früher alt.   
Novalis (1772-1801), dt. Dichter der Frühromantik (sowie Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur)



Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor),22 x 15cm
Die Einen möchten unbedingt mal nach Rom, die Anderen sehnen sich nach Jerusalem. Manche möchten Afrika oder Indien bereisen oder vielleicht Südamerika. Manche zieht es nach Fronkreisch, nach Paris, in die Stadt der Liebe. Früher wollten viele Maler und Dichter unbedingt nach "Bella Italia", da war ich auch schon...ich liebe es, immer wieder gerne: 
Pasta, Vino, Mare, le belle signore olala... la bella lingua... pero, mi molto dispiace miei amici!: 
In Italia gibt es zwar den "Papa", aber es gab keine Marilyn Monroe - vielleicht bin ich hier zu weltlich und deshalb träume ich auch von California - mi scusi! ;-)
Dem "ia" oder "ien" am Ende des Namens, bleibe ich immerhin treu und die "O Sole Mio" ist in California ähnlich und wenn man an der Westküste zwischen Los Angeles und San Franzisko, an Big Sur vorbei, den Highway No.1 ("Highway To Heaven") entlangfährt, dann erinnert die steile Pazifikküste durchaus an die Riviera...  ;-) 



Tatsächlich - ich erinnere mich sehr gut:
Schon seit frühester Jugend sind "Bella Italia" und "California" beständige Magnete meiner Sehnsüchte. Mich zog es schon immer in Richtung "O Sole Mio" und wenn dies dann noch schön besungen wird, umso lieber.

Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht an meinem Geburtsmonat im Hochsommer: August  - möglicherweise verbindet mich aber tatsächlich mit meiner Lieblingsblume - die Sonnenblume - 
eine echte Seelenverwandtschaft: 

Tournesol (="zur Sonne drehen"), wie sie sehr treffend auf französisch heißt oder Girasol auf italienisch: die Sonnenblume dreht sich immer zur Sonne! ;-)  

(Fortsetzung folgt)


http://www.usa-trip.com/images2/HWayNo1.jpg


Donnerstag, 3. April 2014

Die Schnecken - Die Entdeckung der Langsamkeit

Ein schneller Geist ist krank. 
Ein langsamer Geist ist gesund. Ein stiller Geist ist göttlich.
                                                                                      Meher Baba (1894-1969) indischer Guru und Mystiker 




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



Wer sich mehr Zeit läßt, hat nicht nur einen entspannteren Geist, sondern naturgemäß auch viel mehr Muße für die Liebe, die Freundschaft, die zwischenmenschliche Kommunikation etc. - 
Aus dem üblichen "Smalltalk" zwischen Tür und Angel, entsteht vielleicht auch mal ein richtiges Gespräch und aus einer ein bis zweizeiligen eMail auch mal ein "richtiger" Brief. 

Schnecken sollen den besten Sex der Welt haben. - 
Das konnte auch schon Patricia Highsmith beobachten und beschreiben. 
12 bis 24 Stunden "Liebe machen" an einem Stück, das ist bei den Schneckis die Regel. 
Das sind Genießer, die sich eben ZEIT lassen! ;-)

Wir Menschen  können da einfach nicht mithalten. 
Wie soll das auch gehen, vor lauter Hektik?!? 

Quickies mochte ich noch nie. 
Als Jugendlicher hatte ich immer von einem "Liebesleben a la Schnecken" geträumt. 
Na, diese Seifenblase ist längst geplatzt, denn die Mädels sind heutzutage auch nur noch im Stress...;-) 


Hier gibt es mehr anregende INFOS zum ---> "Liebesleben der Schnecken". 



    

Samstag, 29. März 2014

Patricia Highsmith - Die lieben Schnecken

Für diesen langen Post braucht ihr die Geduld und die Zeit einer Schnecke 
(aber es lohnt sich - versprochen!).

Schließlich sprach die Schnecke.
"Ich habe etwas, das sie mir sicher wegnehmen würden, 
wenn sie könnten. Etwas, das sie mehr begehren als alles andere. 
Ich habe Zeit." (Sufi-Spruch)


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


Tja, wir werden alle älter.

Patricia Highsmith hatte selber gemalt und gezeichnet. Sie hinterließ hunderte Aquarelle, Gouachen und sensible, feine Tuschzeichnungen. Sie zeichnete ständig. Sie konnte - wie ich finde - richtig gut zeichnen, hielt aber selber wenig von ihren malerischen Künsten. Erst wenige Wochen vor ihrem Tod überreichte sie ihrem langjährigen Verleger (Diogenes) ihre Mappen und Spiral-Skizzenblocks. Ein lebenslanges, privates Geheimnis. -
Sie überlegte eine zeitlang, ob sie nicht Malerin werden sollte. Sie traf sich lieber mit Malern, Komponisten und Filmemachern, als mit Schriftsteller-Kollegen. 
Ich gäbe was drum, könnte ich ihr meine Portraits von ihr vorlegen. Entweder es gefiele ihr oder sie hätte eine neue Inspiration für den nächsten Psychothriller. 
Wie auch immer, es wäre kein Schaden gewesen!;-)   

"Ich habe große Ehrfurcht vor Malern und Komponisten, weil ich oft denke, 
daß jeder - oder doch fast jeder - eine Kurzgeschichte schreiben kann." (Patricia Highsmith) 


Sie liebte nicht nur Katzen, deren unaufdringliche Gesellschaft sie schätzte, sondern sie mochte auch Schnecken. In New York entdeckte sie auf einem Markt lebende Schnecken, die zum Verzehr angeboten wurden.
Fasziniert beoabachtete sie ein Schneckenpaar beim Liebesspiel. Schnecken machen andauernd Sex und können in zwei Monaten bis zu 200 Eier legen. Dagegen sind Menschen stockprüde - vermutlich weil sie ständig in Hektik sind und unter Strom stehen! -
Sie kaufte es, aß es aber nicht, sondern fing mit dem Paar eine langjährige Schneckenzucht an.
Sie hatte früher neben dem Studium der Englischen Literatur auch Zoologie studiert und kannte sich aus.