Donnerstag, 23. Mai 2013

Kita


...eine spontane 15-Minuten-Zeichnung (gefühlt) -


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


















Das mußte ganz schnell gehen, denn Katzen können zwar wunderbare Musen sein, 
aber sie sind undankbare Modelle :-)
bzw. sie sind eine große Herausforderung, denn hier kann der Zeichner trainieren, 
in kürzester Zeit das Wesentliche zu erfassen! 


Montag, 20. Mai 2013

Henry Miller (1891-1980) #02


„(...) Ein guter Künstler muß zudem eine Ader von Wahnsinn in sich haben, wobei mit Wahnsinn eine übermäßige Unfähigkeit zur Anpassung gemeint ist. Jemand, der sich an die verrückte Welt von heute anpassen kann, ist entweder ein Niemand oder ein Weiser. In einem Fall ist er immun gegen die Kunst, im anderen ist er jenseits von ihr (...)."  
Henry Miller (1891-1980),  amerik. Schriftsteller  
aus dem Essay:  "Malen ist lieben"  (Buch: Malen ist lieben) 


                                                                                                                                                                               
Kohlestift & Pastell (Charcoal & Pastel) auf Graukarton (30 x 20cm)

... um den "schreibenden Teufel" (so beschrieb Miller sich selber) geht es mir hier nicht, sondern vielmehr um den malenden Engel (auch so sah Miller sich ) und in der Tat hat man Sexus & Co. schnell vergessen, wenn man die verspielten, farbenfrohen und sehr oft naiv anmutenden Aquarelle von Henry Miller betrachtet, denn hier malt kein "Lustmolch" und erst recht kein "Sexist", sondern ein sehr sympathischer "großer Junge"!








Wenn ich mir die Aquarelle des Sexus-Autors anschaue, denke ich, daß man sich im Leben stets ausgiebiger für die verschiedenen Seiten von Menschen interessieren sollte. In jedem Menschen steckt meistens mehr als sein "Image", sein "Ruf" oder seine "gut-bürgerliche Fassade" verrät.
So können "engelhafte Menschen mit bestem Leumund" in Wirklichkeit die reinsten Teufel und umgekehrt können sog. "Bürgerschrecks" die sympathischten Zeitgenossen sein. 



Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) - 25x25cm



In Henry Millers Buch "Malen ist lieben" fand ich diesen berührenden Text:  

"(...) Die Biographien der Berühmten schildern uns das Leid und die Mühsal der Großen. Aber das Leid und die Mühsal der Unbekannten sind oftmals viel beredter. Die Nöte des Schicksals weben einen Mantel von unvermuteten Heroismus um diese Geringeren. Durch die blanke Kraft des Genies zu obsiegen, ist eine Sache; zu überleben und immer weiter zu schaffen, wenn einem auch die letzte Tür vor der Nase zugeschlagen wird, ist eine ganz andere. Niemand erwirbt Genie: es ist von Gott gegeben. Aber man kann Geduld erwerben, Tapferkeit, Weisheit, Verständnis. Vielleicht besteht das größte Geschenk, das die kleinen Maler uns zu bieten haben, in dieser Fähigkeit, die Bedingungen, die einem das Leben auferlegt, zu akzeptieren - mit anderen Worten: seine eigenen Beschränkungen zu akzeptieren. Oder, um es anders zu sagen: zu lieben, was man tut, ob es nun etwas in Bewegung setzt oder nicht. Von den höchsten Menschen hat der indische Mystiker Vivekananda einmal gesagt: "Sie bringen keine Regung in die Welt. Sie sind ruhig, stumm und unbekannt (...)."                                        aus dem Essay: Malen ist lieben (12. Februar 1960)


im o.g. Buch verrät uns Henry  noch Folgendes: 

"(...) Wie stark der Einfluß eines anderen Künstlers in der eigenen Arbeit zu spüren ist, ist fraglich. Was beispielsweise mein Schreiben angeht, hat noch nie jemand erwähnt, daß Knut Hamsun einen gewaltigen Einfluß auf mich ausgeübt hat. Am liebsten hätte ich wie Hamsun schreiben wollen. (...) Auch ahnt ja niemand wie tief mich als Schriftsteller Vincent van Goghs Briefe an Theo berührt haben, ebenso wie niemand ahnt, wie oft ich bestimmte Passagen der Bibel, sowohl des Alten als auch des Neuen Testaments, gelesen und wieder gelesen und bedacht und freudig genossen habe (...)"                                                                       aus dem Essay: Male nach Herzenslust und stirb glücklich! (ca.1965)

und ebenso:

"(...) Um es klarzustellen: Das wenige, was ich über das Malen gelernt habe, rührt daher, daß ich die Gemälde anderer betrachtet habe. Ich habe keine formale Ausbildung, und in den wenigen Lektionen, die Malerfreunde mir gegeben haben, bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß ich unfähig bin durch Unterweisung zu lernen, und daß ich es auf eigene Faust, mittels Versuch und Irrtum herausfinden muß. Mit anderen Worten, ich lerne beiläufig und nehme nur das auf, was ich gerade brauche (...)"                                                                                           aus dem Essay: Male nach Herzenslust und stirb glücklich! (ca.1965)   

                           

Sonntag, 19. Mai 2013

Elizabeth von Arnim (1866-1941) #03 - Über die Gärten der Deutschen


Die englische, "rebellische Gartenfreundin", die auf ihrem ostpreussischen Gut Nassenheide (1896-1910) den "Garten ihrer Träume" anlegte (nein, eben kein "hochherrschaftlicher" Garten!) hat natürlich auch etwas über die "Gärten der Deutschen" zu sagen. 


Kohlestift & Pastell - (Charcoal & Pastel) ca. 30x20cm Graukarton

Ihre scharfsinnige Analyse fußt auf Beobachtungen, die sie vor gut 100 Jahren machte und ich - der ich zufällig auch Gartenplaner  bin - finde, daß Elizabeth auch in unserer Zeit vermutlich ähnliche Schlüsse ziehen würde, denn so wesentlich viel hat sich am Los des "Deutschen Garten" - oder treffender ausgedrückt, am Verhältnis der Deutschen zum "Garten"  - garnicht verändert, auch wenn "Gartenstatistiken", besonders während Gartenschauen (!) oft einen anderen Eindruck vermitteln.







Elizabeth von Arnim denkt hier nicht an einen "luxuriösen Vorzeige-Designer-Garten", sondern an einen Garten - ja es kann sogar ein "Gärtchen" sein - dessen Blumenbeete den Gartenfreund und die Gartenfreundin mit täglicher Freude erfüllt und das Alltagsleben versüßt. Dabei können gewöhnliche  "Gänseblümchen" genauso viel Entzücken auslösen, wie eine Edelrose!           
 
"(...) Wie vertraut werden mir jene Gärten, deren allmähliches Entstehen von ihren Besitzern geschildert wird, und wie glücklich wandere ich im Geist über die Pfade der besonders liebreizenden Gärten in Lancashire, Berkshire, Surrey und Kent und bewundere die herrliche Anlage der Staudenbeete und Rabatten, die reizende Details in versteckten Winkeln und all die Beweise unermüdlicher Zuneigung!  
Alle Gartenbücher, die ich in Anzeigen entdecke, lasse ich sofort kommen und bin auf diese Weise in den Besitz einer Sammlung faszinierender und lehrreicher Gartenliteratur gelangt (...)
Auch durch einen oder zwei französische Gärten bin ich schon spaziert. Von einem deutschen Garten, der von seinem Besitzer über alles geliebt wurde, habe ich noch nie gehört.  
Vielleicht lieben ja meine Landsleute ihre Gärten, verlieren darüber jedoch nicht viele Worte - so manches ist möglich, aber unwahrscheinlich. Und was ich bisher erlebt habe, macht mich glauben, daß es in diesem Fall so ist. Wir haben hier den üblichen reichen Mann mit wundervollen Gärten, die ohne Rücksicht auf Kosten angelegt wurden, aber diese Gärten meine ich nicht; und wir haben den Armen mit seinem armseligen Fleckchen Boden, der nie anders behandelt wurde als ein Hühnerhof oder Kartoffelacker. Der Mittelstand hingegen hastet durchs Leben so daß er weder Zeit noch Neigung dafür aufbrächte, einzuhalten und eine Rose zu pflanzen (...)

Sonntag, 12. Mai 2013

Muttertags-Rose


Der Muttertag hat seinen Ursprung 1865 in der amerikanischen und englischen Frauenbewegung.  Hier gibt mehr Interessantes über die Wurzeln des Muttertages




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



Diese Rosenblüte und andere schöne Motive biete ich auch als hochwertigen Kunstdruck (FineArtPrint) an - INFO's gibt es hier



Donnerstag, 9. Mai 2013

Vatertags-Ausflug


Hallo Väter -
raus in die schattigen Blumenwiesen !!!
(mit und ohne Bier!) 

 Hier gibt es Interessantes über die Wurzeln des Vatertags



Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)




















Diese Streuobst-Wiese und andere schöne Motive biete ich auch als hochwertigen Kunstdruck (FineArtPrint) an - INFO's gibt es hier

 

Sonntag, 5. Mai 2013

Mark Twain #2


Mark Twain gehts wie mir: Wir müssen unsere Sachen so bringen, daß die Leute, die uns sonst hängen lassen würden, glauben, wir machen Spaß."  George Bernard Shaw (1856-1950)       


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Graukarton (30x20cm)
Hier mal wieder ein Portrait von einem Mann.  Es ist ein alter Jugendfreund von mir! :-) 

Ach - wie hätte ich nur meine Jugend ohne Huckleberry Finn (psssst... den ich ein kleinwenig lieber mag, als Tom Saywer überstehen sollen und wie sollte ich heute mein "Erwachsen-Sein" überleben, ohne Mark Twains witzig-bissige Satiren für, über und gegen "Erwachsene"? Zum Beispiel "Die Arglosen im Ausland"  oder der köstliche "Bummel durch Europa", der sich besonders mit Deutschland  beschäftigt. ;-)
"Alle reden vom Wetter. Aber keiner tut was dagegen",  meinte Mark Twain und er hat verdammt noch mal recht!




Ein ganz besonders vergnüglicher Leckerbissen ist für mich ein "Tag an den Niagara-Fällen" (1869), wo Twain schon vor 144 Jahren über den Touristenrummel (oder die "Sonntagsausflügler") sehr geistreich herzieht - und es klingt erstaunlich aktuell:
"(...) Auf der kanadischen Seite fährt man dicht an dem Abgrund entlang,  flankiert von Fotografen, die hinter ihren Kameras nur darauf warten, uns und unser klappriges Vehikel in ein pompöses Frontispiz zuverwandeln, mit einem Fell auf unserer altehrwürdigen Kiste, das für ein Pferd anzusehen wir angehalten sind; und im Hintergrund, klein und unbedeutend, die erhabenen Niagara-Fälle; man soll es nicht glauben, wie viele Leute die Stirn oder die Skrupellosigkeit besitzen, diese kriminellen Umtriebe billigend zu unterstützen. 
Bei diesen Fotografen kann man jederzeit prächtige Bilder bewundern, mit Papa und Mama und Johnny und dem Kleinen und seinem Schwesterchen oder den Vettern vom Land, wie sie töricht lächelnd und steif in ihrem Pferdewagen posieren und in ihrer grandiosen Dämlichkeit die klein und popelig in Szene gesetzte majestätische Erscheinung überragen, eine Erscheinung, dessen dienende Geister die Regenbogen sind, dessen Stimme der Donner ist, dessen ehrfurchtgebietendes Antlitz von Wolken verhüllt wird, die hier schon herrschte, lange bevor es diesem Pulk kleinerer Reptilien vergönnt war, sich für einen kurzen Augenblick ins anonyme Gewimmel des Lebens zu stürzen, und die hier noch in Äonen herrschen wird, wenn jene sich längst wieder zu ihren Blutsverwandten, den anderen Würmern gesellt und sich mit dem Staub vermischt haben, der keine Erinnerung kennt.
Es richtet natürlich keinen Schaden an, wenn jemand die Niagara-Fälle wählt, um vor diesem Hintergrund seine völlige Bedeutungslosigkeit so recht zur Schau zu stellen, aber es gehört doch ein fast übermenschliches Maß von Selbstüberschätzung dazu, es tatsächlich zu tun (...)"
        Mark Twain: "Ein Tag an den Niagara-Fällen"
                               aus "Kannibalismus und andere Erzählungen"






Mittwoch, 1. Mai 2013

Maiglöckchen

                                                                                                                                                   

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)





Maiglöckchen

Läuten kaum die Maienglocken,
leise durch den lauen Wind,
hebt ein Knabe froh erschrocken,
aus dem Grase sich geschwind.
Schüttelt in den Blütenflocken,
seine feinen blonden Locken,
 

Und nun wehen Lerchenlieder
und es schlägt die Nachtigall,
von den Bergen rauschend wieder
kommt der kühle Wasserfall.
Rings im Walde bunt Gefieder,
Frühling ist es wieder
und ein Jauchzen überall.
Joseph von Eichendorff (1788-1857)



Dieses Blümlein und andere schöne Motive biete ich auch als hochwertigen Kunstdruck (FineArtPrint) an - INFO's gibt es hier 


 

Kalenderblatt Monat MAI 2013


... auch 2013 gibt es wieder einen Kalender von mir - 
und schon ist Mai, deshalb zeige ich aus aktuellem Anlaß dieses Kalenderblatt :-) 





Informationen zu diesem Kalender gibt
es hier

Sonntag, 28. April 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #03

 

... und hier ein weiteres Kapitel aus der Rubrik:                                 "Komischer Mann und seine komischen Frauen-Idole!" :-)))


...auch die wunderbare Katherine Mansfield (Click Foto) wäre vermutlich kein "Schwiegermutter-Traum" gewesen, umsomehr hat auch sie einen Ehrenplatz in diesem Blog verdient!


"Zum Teufel mit meiner Familie! Großer Gott,
was für eine langweilige Gesellschaft!"
                             Katherine Mansfield, Tagebuch, 21. Oktober 1907
 
 
Katherine Mansfield waren bürgerliche Konventionen ein Greuel. 
Sie wuchs in einer Bankiersfamilie auf und bekam schon als Mädchen mit, wie anstrengend jede "bürgerliche Etikette" sein kann. 
"(...) Ihr Vater war das Urbild eines strebsamen Kaufmannes... mit neunzehn Jahren war er in Wellington in New Zealand in eine Importfirma eingetreten...war bald Teilhaber der Firma und später Direktor der Bank of New Zealand und wurde schließlich geadelt (...)"    aus: Elisabeth Schnack, Biografische Skizze
Ihr Vater zählte damals zu den reichsten Männern Neuseelands.   


Kohlestift & Pastell -Charcoal & Pastel (ca. 30x20cm Graukarton
Aber auch später in Intellektuellen- und Künstlerkreisen hatte sie schnell vom versnobten Getue die Nase voll. 
Zum Glück hatte sie Humor und wenn es sein mußte auch recht derb (darin war sie ähnlich wie ihre ältere Cousine Elizabeth von Arnim) .

Folgende Anekdote beschreibt es sehr deutlich: 
Als sie eines Tages Lady Ottoline Morrell, eine reiche und exentrische Gönnerin von Künstlern, zusammen mit Beatrice Camphell, in ihrem schönen Herrenhaus in Garsington besuchte und die prachtvollen, mit kostbaren Bildern und Möbeln ausgestatteten Räume 


bewunderte, fragte sie leise Beatrice: 

"Ist dir auch so zumute, als wären wir zwei Prostituierte, 
die zum erstenmal in einem anständigen Haus sind?"    

Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983

"(...) Der andere Aspekt zur Deutung ihres Wesens ist das Außenseitertum, zu dem sie nicht nur als Künstler, sondern auch durch ihre Geburt in den Kolonien "verurteilt" war. Nie konnte sie das Gefühl überwinden, Außenseiter zu sein, wie es zwangsläufig entstehen mußte, wenn man unter Engländern lebte, die - für uns Festlandeuropäer kaum faßlich - jeden nicht in England geborenen Engländer als "colonial-born" bezeichnen und behandeln. 
Doch schon in ihrer frühesten Jugend, wenn auch unter anderen Bedingungen, war Katherine die Außenseiterin, wenn nicht gar die Verfemte, die sich gegen den konventionellen Rahmen auflehnte, den ihr Elternhaus für unabdingbar hielt. Bei ihrem starken Liebesbedürfnis ergab das oft schmerzlichste Situationen. Auf der einen Seite standen ihr alle Reichtümer einer intensiv empfindenden Künstlerin zu Gebote, andrerseits stieß sie während ihres kurzen Lebens überall auf  Behinderungen, Hemmnisse, Frustrierungen und Hintansetzungen. 
Mit einem Mut und einer Entschlossenheit sondergleichen nahm sie den Kampf  auf, den ihr Künstlerehrgeiz gebot (...)." 
aus: Elisabeth Schnack, Biografische Skizze

     

Mittwoch, 24. April 2013

Blumiger Farbrausch #01 :-)


Eine eilige blumige Pastellskizze - ab jetzt wird vorgeblüht! :-) 


Kohlestift & Pastell (Charcoal &Pastel) auf Briefkuvert (ca. 23 x 18cm)



























Sonntag, 21. April 2013

Immer lächeln #04 - keep smiling! :-)



Die  Liebe ist alles in der Kunst, ohne Liebe kann man nichts malen, kann keinen Grashalm malen, wenn man ihn nicht liebt  Max Liebermann (1847-1935), dt. Maler

 

 

Nein - diesmal kein "Selbstportrait", da gibt es was Schöneres :-)


Dies ist eine Pastellskizze auf grauem Karton im DIN A4-Format. Mir kommt der fließende Übergang vom skizzenhaft Zeichnerischen bis ins Malerische, wie es mit Pastellkreiden möglich ist, sehr entgegen. Ich liebe diese zarten und doch intensiv-leuchtenden Farben, sie sind irgendwie "Marilyn-like" :-).
Dieses Motiv entstand nach meinem Lieblingsfoto von Marilyn Monroe. Ich liebe dieses Foto besonders deshalb, weil sie hier soviel Freude und Frieden ausstrahlt, sodaß ich es mir noch weniger vorstellen kann, daß sie selber mutwillig - nur wenige Wochen nach dieser Aufnahme - mit Schlaftabletten ihrem Leben ein Ende gesetzt hatte.  
Es zeigt die "private Marilyn", völlig unprätentiös und ungeschminkt mit dicker Strickjacke im Sommer 1962, am Strand, St. Monica Beach, Los Angeles bei einer Fotosession mit ihrem sympathischen Fotographen-Freund 
George Barris.


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Graukarton (30x20cm)
Wenn ich an Marilyn denke, sehe ich zuerst eine hübsche und sehr natürliche, mädchenhafte Frau, jenseits irgendwelcher Star- oder Vamp-Allüren, à la  Hollywood. Sie war nicht eingebildet! 
Ganz sicher war sie mehr der Typ "dufter Kumpel", als eine "Femme Fatale". Sie war sehr kunst-interessiert, belesen, willensstark und hatte den Mut zu ihrem eigenen Lebenstraum ("Ich habe zuviel Fantasie um eine Hausfrau zu sein", sagte Marilyn in ihrem letzten Interview im Juli 1962)!               Ebenso spielte Geld in ihrem Leben nur eine Neben-rolle, stattdessen wollte sie einfach nur wunderbar sein (sagte sie zu ihrem verdutzten, nüchternen Rechtsanwalt) 



und hatte dies zweifellos und nachhaltig der ganzen Welt bewiesen! 

Eine 36-jährige Frau, die das Lächeln immer noch nicht verlernte, obwohl sie gerade in ihrem letzten Lebensjahr sehr viel emotionalen Stress hatte! 

Die aus dieser Fotosession (meine Lieblingsfotoserie!) entstandenen Bilder, liebte sie selber ganz besonders. 

Zu George Barris sagte sie: 

"That's really me, freckless and all. The real me." 

"Das bin wirklich ich, Sommersprossen und alles, mein wahres Ich." 
 



Ein alter Spruch lautet:
Wenn Du jemand ohne Lächeln siehst, so schenke ihm Deines.

woanders heißt es -
Dein Gesicht hat dir Gott gegeben, lächeln mußt du selber. 


Diese Gedanken hätten ebenso gut von Marilyn stammen können
und was, so denke ich dabei, kann ein Mensch, dieser, oft viel zu aufgeregten und düsteren Welt, schöneres und wertvolleres hinterlassen, als sein Lächeln, daß durch alles hindurch strahlt?


Weil ich so empfinde, hat Marilyn Monroe in meinem Blog einen ganz herausragenden Ehrenplatz! 







Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, schenk ihm Deins. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Lachen
Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, schenk ihm Deins. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Lachen

Mittwoch, 17. April 2013

Vitaminbombe


Die einzige Methode, gesund zu bleiben, besteht darin, zu essen, was man nicht mag, zu trinken, was man verabscheut, und zu tun, was man lieber nicht täte.     Mark Twain (1835-1910)

 
Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Braunkarton (25x23cm)





























Sonntag, 14. April 2013

Selbstversuch #02


Ein  Kunstwerk schön finden, heißt, den  Menschen lieben, der es hervorbrachte. Denn was ist Kunst anderes als Vermittlung der Seele?  Christian Morgenstern  (1871-1914)



Erster "Selbstversuch in Pastell", ca. DIN A4-Format.
So sehe ich aus, wenn ich draußen nicht erkannt werden möchte! :-)


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf braunem Karton (25x20cm)


























Aber ob ähnlich oder nicht, "Pastell-Portraits" sind recht ausdrucksstark, 
nicht wahr? :-)


Das absolute Wissen führt zum Pessimismus: 
die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph 


O ja!  Ich mag  "Nietzsche", diesen "mit dem Hammer philosophierenden",  meist finster dreinschauenden, buschigen Schnauzbart.
Man findet bei ihm, so oft,  helle, freundliche Gedanken,  die man ihm zuerst 
so garnicht zugetraut hätte... ;-) 
 

Mittwoch, 10. April 2013

Engelstrompete (Datura)

...wenn es 2013 mal wieder richtig Sommer wird, kann ich mich auf meine "Engelstrompete" auf meinem Balkon freuen und dann trompete ich und wer weiß, wer diesem Ruf folgen wird..:-)))


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



























Donnerstag, 4. April 2013

Frühlings-Lockrufe #04

Wann kommt der Frühling? 

 

 

Pastell auf grauem Karton (ca. 28 x 19 cm)

Eine kleine, abstrakte Spielerei mit Pastellen... im Farbrausch.... die Sehnsucht nach satten Farben... :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amy in Pastell #01

   

Manche Männer sind schon komisch...;-)


....da gibt es so nette Mädels, die nie Alkohol trinken, nie rauchen, nie Drogen nehmen, nie fluchen, im Kirchenchor singen, häuslich und geschickt in der Haushaltsführung, bescheiden, fleißig und nicht närrisch sind und auch keine verrückten Frisuren und unauffällige Klamotten tragen. Mädels die sich brav anpassen - vor allem dem Mann! :-)  - und sicher absolut  "familientauglich" und weder eigensinnig, noch renitent sind. 
So nette Mädels, die natürlich auch noch streng monogam und treu (vielleicht auch einwenig treuherzig) sind...und nicht jung sterben, sondern vielleicht 80-90-100 Jahre alt werden und (Ur-) Enkel bestricken...


Kohlestift und Pastellskizze auf braunem Briefkuvert (20 x 18cm)
...doch, diese netten Mädels werden von so "komischen Männern" (wie z.B. der von "Matthi's Art Journaling") nie gezeichnet oder gemalt -  

aber so ein "unnettes Mädel", wie die viel zu jung gestorbene, berührende Amy Winehouse (1983-2011), mit dieser göttlichen Stimme, die vermutlich der Albtraum jeder normalsterblichen Schwiegermutter gewesen wäre -

sie muß gezeichnet werden, in fiebriger Mitternachtsstunde, weil sonst die Nacht schlaflos geblieben wäre...nach dem Anhören eines Songs von ihr...nach längerer Zeit....Du weißt ich bin nicht gut...
  

  ...doch manche komischen Männer finden Amy einfach gut! ;-)   
  

 

 Amy Winehouse - You know I'm no good. The DL Live (YouTube)


Amy lebte nur dafür, um uns ihre traurigen Lieder vorzusingen.... und dann starb sie -
und immer wenn ein Mensch stirbt, der mich berühren konnte, dann frage ich mich, wo ist er denn jetzt? Ganz weg? Aufgelöst? Oder vielleicht doch für (uns) irdisch-überlebende nur unsichtbar?                                                                                                                                               

Experiment - Pastell-Ölkreiden auf schwarzem Karton ( 24 x 23cm)

Wie ich denke, wird von Amy mindestens soviel übriggeblieben sein, wie obige Skizze andeutet. Das Erleben bei der  "Meditation" wird von dem spirituellen Lehrer  Eknath Easwaran so beschrieben: 
"(...) Schließlich kommt dann ein Zeitpunkt, wo man weiß, dass man nicht sein Körper ist. Das ist keine verstandesmäßige Einsicht. Auch im Unbewussten ist die Verknüpfung durchtrennt, dafür gibt es sichere Anzeichen im Befinden und im Verhalten: Kein physisches Verlangen kommandiert einen mehr herum, und  jeder Zwang, seelische Bedürfnisse mittels physischer Tätigkeiten zu erfüllen, verschwindet.
Und was am wichtigsten ist: Man verliert die Angst vor dem Tod. Denn man weiß mit Sicherheit, dass der Tod nicht das Ende ist und man nicht sterben wird, wenn der Körper stirbt (...)"
Quelle: Die Upanischaden Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran


Der skeptische, pessimistische und scharf denkende deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) meinte zu den Upanischaden -
"Die lohnendste und erhebendste Lektüre, die auf der Welt möglich ist"

Ich schließe mich Arthur Schopenhauers Meinung begeistert an....