Sonntag, 28. April 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #03

 

... und hier ein weiteres Kapitel aus der Rubrik:                                 "Komischer Mann und seine komischen Frauen-Idole!" :-)))


...auch die wunderbare Katherine Mansfield (Click Foto) wäre vermutlich kein "Schwiegermutter-Traum" gewesen, umsomehr hat auch sie einen Ehrenplatz in diesem Blog verdient!


"Zum Teufel mit meiner Familie! Großer Gott,
was für eine langweilige Gesellschaft!"
                             Katherine Mansfield, Tagebuch, 21. Oktober 1907
 
 
Katherine Mansfield waren bürgerliche Konventionen ein Greuel. 
Sie wuchs in einer Bankiersfamilie auf und bekam schon als Mädchen mit, wie anstrengend jede "bürgerliche Etikette" sein kann. 
"(...) Ihr Vater war das Urbild eines strebsamen Kaufmannes... mit neunzehn Jahren war er in Wellington in New Zealand in eine Importfirma eingetreten...war bald Teilhaber der Firma und später Direktor der Bank of New Zealand und wurde schließlich geadelt (...)"    aus: Elisabeth Schnack, Biografische Skizze
Ihr Vater zählte damals zu den reichsten Männern Neuseelands.   


Kohlestift & Pastell -Charcoal & Pastel (ca. 30x20cm Graukarton
Aber auch später in Intellektuellen- und Künstlerkreisen hatte sie schnell vom versnobten Getue die Nase voll. 
Zum Glück hatte sie Humor und wenn es sein mußte auch recht derb (darin war sie ähnlich wie ihre ältere Cousine Elizabeth von Arnim) .

Folgende Anekdote beschreibt es sehr deutlich: 
Als sie eines Tages Lady Ottoline Morrell, eine reiche und exentrische Gönnerin von Künstlern, zusammen mit Beatrice Camphell, in ihrem schönen Herrenhaus in Garsington besuchte und die prachtvollen, mit kostbaren Bildern und Möbeln ausgestatteten Räume 


bewunderte, fragte sie leise Beatrice: 

"Ist dir auch so zumute, als wären wir zwei Prostituierte, 
die zum erstenmal in einem anständigen Haus sind?"    

Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983

"(...) Der andere Aspekt zur Deutung ihres Wesens ist das Außenseitertum, zu dem sie nicht nur als Künstler, sondern auch durch ihre Geburt in den Kolonien "verurteilt" war. Nie konnte sie das Gefühl überwinden, Außenseiter zu sein, wie es zwangsläufig entstehen mußte, wenn man unter Engländern lebte, die - für uns Festlandeuropäer kaum faßlich - jeden nicht in England geborenen Engländer als "colonial-born" bezeichnen und behandeln. 
Doch schon in ihrer frühesten Jugend, wenn auch unter anderen Bedingungen, war Katherine die Außenseiterin, wenn nicht gar die Verfemte, die sich gegen den konventionellen Rahmen auflehnte, den ihr Elternhaus für unabdingbar hielt. Bei ihrem starken Liebesbedürfnis ergab das oft schmerzlichste Situationen. Auf der einen Seite standen ihr alle Reichtümer einer intensiv empfindenden Künstlerin zu Gebote, andrerseits stieß sie während ihres kurzen Lebens überall auf  Behinderungen, Hemmnisse, Frustrierungen und Hintansetzungen. 
Mit einem Mut und einer Entschlossenheit sondergleichen nahm sie den Kampf  auf, den ihr Künstlerehrgeiz gebot (...)." 
aus: Elisabeth Schnack, Biografische Skizze

     

Mittwoch, 24. April 2013

Sonntag, 21. April 2013

Immer lächeln #04 - keep smiling! :-)



Die  Liebe ist alles in der Kunst, ohne Liebe kann man nichts malen, kann keinen Grashalm malen, wenn man ihn nicht liebt  Max Liebermann (1847-1935), dt. Maler

 

 

Nein - diesmal kein "Selbstportrait", da gibt es was Schöneres :-)


Dies ist eine Pastellskizze auf grauem Karton im DIN A4-Format. Mir kommt der fließende Übergang vom skizzenhaft Zeichnerischen bis ins Malerische, wie es mit Pastellkreiden möglich ist, sehr entgegen. Ich liebe diese zarten und doch intensiv-leuchtenden Farben, sie sind irgendwie "Marilyn-like" :-).
Dieses Motiv entstand nach meinem Lieblingsfoto von Marilyn Monroe. Ich liebe dieses Foto besonders deshalb, weil sie hier soviel Freude und Frieden ausstrahlt, sodaß ich es mir noch weniger vorstellen kann, daß sie selber mutwillig - nur wenige Wochen nach dieser Aufnahme - mit Schlaftabletten ihrem Leben ein Ende gesetzt hatte.  
Es zeigt die "private Marilyn", völlig unprätentiös und ungeschminkt mit dicker Strickjacke im Sommer 1962, am Strand, St. Monica Beach, Los Angeles bei einer Fotosession mit ihrem sympathischen Fotographen-Freund 
George Barris.


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Graukarton (30x20cm)
Wenn ich an Marilyn denke, sehe ich zuerst eine hübsche und sehr natürliche, mädchenhafte Frau, jenseits irgendwelcher Star- oder Vamp-Allüren, à la  Hollywood. Sie war nicht eingebildet! 
Ganz sicher war sie mehr der Typ "dufter Kumpel", als eine "Femme Fatale". Sie war sehr kunst-interessiert, belesen, willensstark und hatte den Mut zu ihrem eigenen Lebenstraum ("Ich habe zuviel Fantasie um eine Hausfrau zu sein", sagte Marilyn in ihrem letzten Interview im Juli 1962)!               Ebenso spielte Geld in ihrem Leben nur eine Nebenrolle, stattdessen wollte sie einfach nur wunderbar sein (sagte sie zu ihrem verdutzten, nüchternen Rechtsanwalt) 






und hatte dies zweifellos und nachhaltig der ganzen Welt bewiesen! 

Eine 36-jährige Frau, die das Lächeln immer noch nicht verlernte, obwohl sie gerade in ihrem letzten Lebensjahr sehr viel emotionalen Stress hatte! 

Die aus dieser Fotosession (meine Lieblingsfotoserie!) entstandenen Bilder, liebte sie selber ganz besonders. 

Zu George Barris sagte sie: 

"That's really me, freckless and all. The real me." 

"Das bin wirklich ich, Sommersprossen und alles, mein wahres Ich." 
 



Ein alter Spruch lautet:
Wenn Du jemand ohne Lächeln siehst, so schenke ihm Deines.

woanders heißt es -
Dein Gesicht hat dir Gott gegeben, lächeln mußt du selber. 


Diese Gedanken hätten ebenso gut von Marilyn stammen können
und was, so denke ich dabei, kann ein Mensch, dieser, oft viel zu aufgeregten und düsteren Welt, schöneres und wertvolleres hinterlassen, als sein Lächeln, daß durch alles hindurch strahlt?


Weil ich so empfinde, hat Marilyn Monroe in meinem Blog einen ganz herausragenden Ehrenplatz! 







Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, schenk ihm Deins. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Lachen
Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, schenk ihm Deins. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Lachen

Mittwoch, 17. April 2013

Vitaminbombe


Die einzige Methode, gesund zu bleiben, besteht darin, zu essen, was man nicht mag, zu trinken, was man verabscheut, und zu tun, was man lieber nicht täte.     Mark Twain (1835-1910)

 
Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Braunkarton (25x23cm)





























Sonntag, 14. April 2013

Selbstversuch #02


Ein  Kunstwerk schön finden, heißt, den  Menschen lieben, der es hervorbrachte. Denn was ist Kunst anderes als Vermittlung der Seele?  Christian Morgenstern  (1871-1914)



Erster "Selbstversuch in Pastell", ca. DIN A4-Format.
So sehe ich aus, wenn ich draußen nicht erkannt werden möchte! :-)


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf braunem Karton (25x20cm)


























Aber ob ähnlich oder nicht, "Pastell-Portraits" sind recht ausdrucksstark, 
nicht wahr? :-)


Das absolute Wissen führt zum Pessimismus: 
die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph 


O ja!  Ich mag  "Nietzsche", diesen "mit dem Hammer philosophierenden",  meist finster dreinschauenden, buschigen Schnauzbart.
Man findet bei ihm, so oft,  helle, freundliche Gedanken,  die man ihm zuerst 
so garnicht zugetraut hätte... ;-) 
 

Mittwoch, 10. April 2013

Engelstrompete (Datura)

...wenn es 2013 mal wieder richtig Sommer wird, kann ich mich auf meine "Engelstrompete" auf meinem Balkon freuen und dann trompete ich und wer weiß, wer diesem Ruf folgen wird..:-)))


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



























Donnerstag, 4. April 2013

Frühlings-Lockrufe #04

Wann kommt der Frühling? 

 

 

Pastell auf grauem Karton (ca. 28 x 19 cm)

Eine kleine, abstrakte Spielerei mit Pastellen... im Farbrausch.... die Sehnsucht nach satten Farben... :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amy in Pastell #01

   

Manche Männer sind schon komisch...;-)


....da gibt es so nette Mädels, die nie Alkohol trinken, nie rauchen, nie Drogen nehmen, nie fluchen, im Kirchenchor singen, häuslich und geschickt in der Haushaltsführung, bescheiden, fleißig und nicht närrisch sind und auch keine verrückten Frisuren und unauffällige Klamotten tragen. Mädels die sich brav anpassen - vor allem dem Mann! :-)  - und sicher absolut  "familientauglich" und weder eigensinnig, noch renitent sind. 
So nette Mädels, die natürlich auch noch streng monogam und treu (vielleicht auch einwenig treuherzig) sind...und nicht jung sterben, sondern vielleicht 80-90-100 Jahre alt werden und (Ur-) Enkel bestricken...


Kohlestift und Pastellskizze auf braunem Briefkuvert (20 x 18cm)
...doch, diese netten Mädels werden von so "komischen Männern" (wie z.B. der von "Matthi's Art Journaling") nie gezeichnet oder gemalt -  

aber so ein "unnettes Mädel", wie die viel zu jung gestorbene, berührende Amy Winehouse (1983-2011), mit dieser göttlichen Stimme, die vermutlich der Albtraum jeder normalsterblichen Schwiegermutter gewesen wäre -

sie muß gezeichnet werden, in fiebriger Mitternachtsstunde, weil sonst die Nacht schlaflos geblieben wäre...nach dem Anhören eines Songs von ihr...nach längerer Zeit....Du weißt ich bin nicht gut...
  

  ...doch manche komischen Männer finden Amy einfach gut! ;-)   
  

 

 Amy Winehouse - You know I'm no good. The DL Live (YouTube)


Amy lebte nur dafür, um uns ihre traurigen Lieder vorzusingen.... und dann starb sie -
und immer wenn ein Mensch stirbt, der mich berühren konnte, dann frage ich mich, wo ist er denn jetzt? Ganz weg? Aufgelöst? Oder vielleicht doch für (uns) irdisch-überlebende nur unsichtbar?                                                                                                                                               

Experiment - Pastell-Ölkreiden auf schwarzem Karton ( 24 x 23cm)

Wie ich denke, wird von Amy mindestens soviel übriggeblieben sein, wie obige Skizze andeutet. Das Erleben bei der  "Meditation" wird von dem spirituellen Lehrer  Eknath Easwaran so beschrieben: 
"(...) Schließlich kommt dann ein Zeitpunkt, wo man weiß, dass man nicht sein Körper ist. Das ist keine verstandesmäßige Einsicht. Auch im Unbewussten ist die Verknüpfung durchtrennt, dafür gibt es sichere Anzeichen im Befinden und im Verhalten: Kein physisches Verlangen kommandiert einen mehr herum, und  jeder Zwang, seelische Bedürfnisse mittels physischer Tätigkeiten zu erfüllen, verschwindet.
Und was am wichtigsten ist: Man verliert die Angst vor dem Tod. Denn man weiß mit Sicherheit, dass der Tod nicht das Ende ist und man nicht sterben wird, wenn der Körper stirbt (...)"
Quelle: Die Upanischaden Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran


Der skeptische, pessimistische und scharf denkende deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) meinte zu den Upanischaden -
"Die lohnendste und erhebendste Lektüre, die auf der Welt möglich ist"

Ich schließe mich Arthur Schopenhauers Meinung begeistert an....

    

Montag, 1. April 2013

Immer lächeln #03 - keep smiling! :-)


Bei dieser "Strahle-Madonna" bin ich davon überzeugt, daß der langersehnte Frühling in Kürze mit Macht erblüht! 



Und nein - es ist keine Kohlrübe!
Wenn das Max Liebermann noch hätte erleben dürfen! :-)

 

Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf grauem Karton (25x20cm)






















Was der Sonnenschein für die Blumen ist, dass sind lachende Gesichter 
für die Menschen.  Joseph Addison (1672-1719), engl. Dichter