Samstag, 31. Mai 2014

Every Day in May 2014 #31 - "Mai-Ende"





"Adieu" - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23 x 14 cm



Als ich Mitte April überlegte, mich mal auf "Every Day in May" einzulassen, war gleich mein nächster Gedanke: Du bist verrückt, was für ein Stress! 
Als es dann am 1. Mai losging, dachte ich noch: Das schaffst du nie! 
Heute kann ich sagen, daß meine eigenen Erwartungen völlig übertroffen wurden! ;-)

Stressig war es nie, nur hatte ich zwischendurch immermal so ein fiebriges Gefühl. Ist es vieleicht genau das, was die "Birkenbihl Methode" mit Erregung meint? 
Die tatsächliche Lust, die Freude, etwas Neues auszuprobieren - so, wie ein kleines Kind, daß sich auf Weihnachten freut! Genau dies setzt entspannte Kreativität frei, denn bei so vielen Zeichnungen, die täglich (!) online gehen sollen, hat der ewig miesepetrige, bremsende Kopf einfach keine Zeit mehr, um sich nörgelnd einzumischen! ;-)

In diesen einunddreißig Mai-Tagen  2014, habe ich malerisch & zeichnerisch definitiv mehr gelernt, als in der Vergangenheit in drei Monaten oder gar in drei Jahren! 
Ich konnte einen Spalt geöffnete Türen weiter aufstossen und verschlossene Türen überraschenderweise immerhin schonmal öffnen...

Kreativität braucht Spontanität und durch "Every Day in May" kann sie freigesetzt werden!

Jedoch, der "Rotschopf" (Bild oben) hat recht, auf ein "Every Day in Juni" hätte ich keine Lust. 
Ich freue mich, daß ich nun nach Lust & Laune mit lockerem Zeittempo weiterzeichnen kann - genug Zeit, um mich in den Räumen der "aufgestossenen Türen" ausgiebig umzusehen...  

"Every Day in May 2015"  könnte ich mir allerdings vorstellen... bis dahin geht es in meinem Blog wie gewohnt weiter, etwa 1- 3 Posts pro Woche!   

      



Oooops!...schon wieder Eine, die mich verrückt machen will...


HB & 4B Bleistift - Pencil



  ... jetzt aber schnell weg!!! ;-)






Freitag, 30. Mai 2014

Every Day in May 2014 #30 - "Sit-in"


... nicht gerade die einfachsten Posen zum Zeichnen...


aber es geht  -
wenn auch besonders bei der rechten Figur (Bild rechts),die Arme und Beine etwas zu dünn geraten sind... und vor dem genauen Zeichnen der Hände habe ich mich hier noch gedrückt... die Hände kommen in späteren Bildern... ;-)  




"Sit-in"  Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23 x 26 cm

































aus:

Peter Jenny -
Notizen zum Figürlichen Zeichnen 

10 Skelettieren
In Zeitschriften und Katalogen bieten sich unzählige Möglichkeiten an, um anatomische Studien zu betreiben. Versuchen Sie, den Blick bis zum Knochenbau hinein zu versenken. Suchen Sie nach den innersten Linien und zeichnen Sie die Linien dort ein, wo sie glauben, dass sie hingehören. Figuren auf Transparentpapier gezeichnet, einmal vom fotografierten Umfeld befreit, verselbstständigen sich und bieten Möglichkeiten zu massstäblichen Veränderungen oder Anpassungen für Ihre eigenen Vorstellungen       


Die obigen Figuren habe ich am Anfang jeweils in ein "Ei" bzw. Oval gepackt. Ein spitzes Dreieck wäre auch gut gewesen, denn dies entspricht den groben Umrissen dieser sitzenden Figuren.
Zusätzlich habe ich, in der Mitte, durch das Oval eine vertikale Linie gezogen. Diese Linie ist eine Orientierung, damit die Figuren ihr Gleichgewicht behalten und nicht "kippen", denn dies passiert sehr leicht beim Figürlichen Zeichnen. Wenn man nicht aufpaßt, sind am Ende die Proportionen zwar vollkommen, aber die Figur "kippt".   

Das Oval war mir lieber, weil ich die "rundliche" Form schon gleich dabei hatte... 
alles "Weibliche" ist rund und weich... im Gegensatz zur maskulinen Figur.   

Es gibt sehr viele Tricks, um sich das Figürliche Zeichnen zu erleichtern. Dabei kann man besonders vom "Entwickeln von Comicfiguren" sehr viel lernen. Das macht zudem viel mehr Spaß, (ist geiler) als "trockene Schul-Anatomie"! ;-) 





Donnerstag, 29. Mai 2014

Every Day in May 2014 #29 - Blaue Versuchung


Zum Vatertag...


was man mit Aquarellfarben so alles malen kann... 
frei nach der "Birkenbihl-Methode" gezeichnet! ;-)






"Blaue Versuchung"   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 22 x 15 cm




Aquarellfarben sehen auf Aquarellpapier am Schönsten aus!


Mittwoch, 28. Mai 2014

Every Day in May 2014 #28 - Die Strandläuferin


"Zeichnen nach der Birkenbihl-Methode". 
Wenn etwas geil ist, lernt man es am Besten, 

dies war die Meinung von Frau Vera F. Birkenbihl, 
- die leider schon verstorben ist - und sie hatte wortwörtlich "geil" gesagt und dann in 
einem Vortrag in die Runde gefragt, ob denn verstanden würde, wie es gemeint ist? 

Vera F. Birkenbihl -O-Ton: 

Sollte Sprachenlernen geil sein? 
Dann definieren Sie mal "geil".
Was ist geil?" 

Sie erklärt es ganz trocken:
Wir haben erstens eine Erregung, ohne Erregung keine Geilheit. 
Wir müssen Interesse haben...es hat mit dem Leben etwas zu tun, das Leben muß geil sein, sonst ist es so langweilig,
daß...sich die Leute aufhängen... 
Lernen müßte auch so sein und Pauken ist tödlich!"


Ich hatte es auf Anhieb verstanden !!! ;-)

Hier ist der Vortrag (YouTube)



Die Strandläuferin - Bleistift & Aquarell - (Pencil & Watercolor) ca. 20 x 15cm) 



Sie hat ganz klar recht, denn mit "trockenem Anatomie-Pauken" könnte man mich jagen.
Auf diese Art - siehe Bildbeispiel - bin ich allerdings gerne ein  fleissiger und ausdauernder Schüler - und dies ganz freiwillig! 
Außerdem vertraue ich darauf, daß man als "Mann" die Kenntnis von der weiblichen Figur eigentlich naturgemäß in den Genen haben müßte und alles weitere sind dann nur noch ein paar Zeichenübungen ;-)

Farblich ists mir leicht daneben gegangen. 
Es ist kein Aquarellpapier und deshalb kommt die Farbe nicht so schön heraus. Es ist nur eine Studie... d.h. gelegentlich kommt die ganze schöne Pracht nochmals auf feinem Aquarellpapier angelaufen. Darüber hinaus macht sie aber schon eine ganz prima Figur...?;-)   

Mein "innerer Zeichenlehrer" hat mir dringend empfohlen, anatomisch am Ball zu bleiben, da ich mich gerade so schön warm gezeichnet habe... Die Eisen soll man bekanntlich schmieden, solange sie heiß sind und eifrig weitermalen, bis der Pinsel glüht...;-)  


P.S. Meine hübschen Blümlein und Landschaften werden bei Flickr in fünf Monaten 10 bis 50 mal aufgerufen. Meine Zeichnung "Wonnemonat" hatte es innerhalb von 5 Tagen (!) auf über 600 Aufrufe (!) geschafft. Dies ist wohl ein Paradebeispiel dafür, was geil ist und was nicht!
Meine Blümlein und Landschaften werde ich aber trotzdem weitermalen, weil ich das (auch) geil finde. - Nun bin ich aber sehr gespannt, wie die "Strandläuferin" ins Rennen gehen wird! ;-)



Dienstag, 27. Mai 2014

Every Day in May 2014 #27 - Auf dem Weinberg #2



Alle Kunst gefällt nur, wenn sie den 
Charakter der Leichtigkeit hat.
Sie muss wie improvisiert erscheinen. 
Johan Wolfgang von Goethe (1749-1832)
 


"Erligheimer Weinkanzel - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca.21 x 15 cm





























Diese Skizze ist wahrlich improvisiert, 15 Min. in der Mittagspause. Bei Bietigheim.
Nur fotografieren geht schneller!;-)

Zum Nachdenken blieb keine Zeit, jede Minute war für das Skizzieren reserviert.
Es geht hier nicht um Perfektion, aber Goethe hat recht und ich finde diese Skizze ist recht lebendig und deshalb gefällt sie mir besser, als manches meiner "sorgfältig" gemalten Bilder.   

Mein heutiges Lieblingskizzenbuch hat recht dünnes Papier und ist keineswegs ideal für nasse Aquarelle. Doch es geht und die Farben sickern erfreulicherweise nicht auf die andere Seite durch. 
Natürlich wellt sich das Papier sofort. Es hat nur 80 Gramm, aber auch dies kann ich 
vernachlässigen, weil erst ein Aquarellkarton von über 300 Gramm (!) sich nicht mehr wellen würde, 
sobald er mit Wasser in Berührung kommt.

Das Skizzenbuch (DIN A5) ist nicht teuer, aber sehr praktisch. 
Das Papier ist so dünn, daß ich dieses Buch anfangs fast für einen Fehlkauf gehalten hatte und es sechs Monate nicht beachtete. Nun weiß ich, daß das dünne, leicht rauhe Papier sogar für spontane Aquarellskizzen geeignet ist.

Da das Papier aber so dünn ist, fühlt es sich an, wie ein einfacher Abreißzettel, den man jederzeit zerknüllen könnte und genau deshalb ist es für mich eine pure Entspannung, spontane Einfälle in dieses Buch zu kritzeln und zu kleckseln - eben improvisiert und genau dies fördert die Kreativität!

Wenn ich einfach nur mal etwas "ausprobieren" möchte, ist dieses Skizzenbuch inzwischen 
meine erste Wahl! 
 




Montag, 26. Mai 2014

Every Day in May 2014 #26 - Blick auf die Donau #3


.... und nochmal ein Blick auf die Donau, 
von meinem Balkon, gestern am sonnigen Sonntag...



"Donau-Blick #3"  Aquarell-Studie  - Watercolor-Pencil  ca. 28 x 15 cm  (auf 400g/m² handgeschöpftes Büttenpapier)





























Sonntag, 25. Mai 2014

Every Day in May 2014 #25 - Mark Twain


Papas Aussehen ist oft beschrieben worden, aber ganz unkorekt;
er hat wunderschönes lokkiges graues Haar, kein bißchen zu dick, auch 
nicht zu lang; genau richtig; Eine römische Nase die die Schönheit 
seiner Gesichtszüge sehr vermehrt, gütige blaue Augen und einen kleinen
Schnurrbart, er ist ein sehr lieber Mann, und ein sehr komischer.

Suzy Clemens,13,  Mein Papa, Tagebuch über ihren Vater Samuel Longhorne Clemens




Mark Twain   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 25 x 24 cm




Lieber ("Onkel") Mark,

so schön wie Deine Tochter Dich beschrieben hatte, habe ich Dich - bei meinem ersten größeren Aquarell-Portrait - sicher nicht gemalt. Das geht garnicht!
Du hast selber mit Begeisterung gezeichnet, besonders Selbstportraits und Du hattest zugegeben, daß Du einen Mund nicht gut zeichnen könntest und mit Deinem, für Dich typischen, trockenen Humor, hattest Du dies unbeschwert kommentiert:

"Notabene. Ich kriege keinen guten Mund hin, lasse ihn deshalb weg. Reicht auch ohne."

Samstag, 24. Mai 2014

Every Day in May 2014 #24 - Mehr Nixen


... da ich gerade so schön dabei bin, die Kurven zu kriegen, außerdem dachte ich, vielleicht mal etwas anderes, als immer nur Fußball...;-)



Nixen #2   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23 x 26 cm





























...die einen stehen auf Fußball, die anderen zeichnen Mädels. 
So haben alle Tierchen ihre Plaisierchen...
Ich wünsche Euch viele Tore und vorallem:
Laßt Euch bloß nicht ablenken, Jungs! ;-)





Freitag, 23. Mai 2014

Every Day in May 2014 #23 - Blick auf die Donau & Wildorchidee



Blick aus meinem Fenster auf die Donau #2. 

Diesmal eine etwas andere Perspektive. Ein schnelles, skizzenhaftes Aquarell 
in ein älteres Zeichenbuch, das eher für trockene Zeichentechniken. 
Es war ein Test und für ein nasses Aquarell taugt es wenig. Im Himmelblau erkennt man an den dunklen Punkten, daß das Wasser das Papier etwas aufgeweicht hatte. 




"Donau-Blick #2"  Aquarell-Studie  - Watercolor ca. 18 x 15 cm






























Ein ähnliches Motiv male ich in rascher Folge nochmals auf Aquarellpapier, 
um den Unterschied zu verdeutlichen. Außerdem ists eine konsequente Übung, 
ähnliche Motive schnell hintereinander zu malen. ;-)




 und ein kleiner Bonus ;-)


Wildorchidee Aquarell-Watercolor (12 x 17cm)


Das ist eine Rarität.  
Die kleine Wildorchidee (click) wuchs im Sommer 2012 aus einem meiner Balkonkübel (ich säe gerne "Wiesenblumen" aus). 
Dieses wunderschöne Blümlein streckte sich einsam vor dem Hausputz aus, der dann wie eine "Leinwand" wirkte (siehe Foto). 
Das kleine Aquarell entstand spontan in kurzer Zeit. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder das starke "Torchon-Aquarellpapier" (click) verwendet, weil mir die Struktur eher zu grob ist und ich glattere Papier bevorzuge. Das grobe "Torchon"  erinnert aber sehr schön an den Hausputz auf dem Foto. 

Allerdings sind mir die Blüten zu "Blau" geraten...ich liebe diese  Farbe einfach zu sehr... ;-)




Kleine Wildorchidee - 2012 auf meinem Balkon!




Donnerstag, 22. Mai 2014

Every Day in May 2014 #22 - Wonnemonat


Der Mai ist heiß... ;-)




Wonnemonat   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23 x 26 cm

































Von wegen Vergnügen! 

Das ist knallharte Arbeit, bis alles gut in Form und in Sack und Tüten ist. 
Selbst beim Busen ist's ein Kampf, bis man ihn richtig in den Griff bekommt - 
auch wenn das jetzt ein kleiner "Freud'scher" ist... ;-)

Im Ernst, die sind doch richtig süß und dabei so eine verträumte Pose. 
Das kann doch keine Sünde sein!




Als Begleitmusik empfehle ich dies hier: 








Mittwoch, 21. Mai 2014

Every Day in May 2014 #21 - Streuobstwiese


Eine kleine Aquarellskizze - unterwegs.

Diese kleine Skizze entstand in sehr knapper Zeit in der Mittagspause.
Es war ein sommerlicher warmer, sonniger Maitag.
Ich parkte rechts am Rand einer sog. "Streuobstwiese" und skizzierte im Auto sitzend.
Mein Standpunkt war rechts, ein Stück vor dem ersten Baum (Bildrand unten).
Noch weiter rechts ist eine kleine asphaltierte Straße, die allerdings bergrunter führt 
und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das im Bild deutlich wird (eine Frage der Perspektive).
    


Streuobstwiese  Aquarellskizze - Watercolor Sketch (Pocketskizzenbuch)






Wie meistens: 2-3 m von Monitor entfernt, wirkt die Malerei besser. 
Das ist der Unterschied zwischen Zeichnung (kleine Details) und Malerei (das Ganze). 

Rechts im Bildrand sind Feldsträucher. Wie bei den Bäumen links, hätten die Sträucher unten rechts größer sein müssen um sich in Richtung rechte Bildecke zu verkleinen (Perspektive!). 
Das passiert beim  Zeitdruck, ich bin das "Speed Painting" noch nicht gewöhnt...;-)      


Die Skizze "peppte" ich  abends farblich noch etwas auf.
Als ich Mittags in der Natur skizzierte, erschien mir das Aquarell ziemlich ausdruckslos und blaß. 
Die Zeit war zu knapp ich mußte abbrechen. 
So kleine Aquarellskizzen möchte ich zukünftig unterwegs öfter machen - auch unter Zeitdruck.
Ich vermute, daß diese knappe Zeit, lehrt, kurzfristig das Wesentliche zu erfassen und mit wenigen Strichen und gezielten Farbtupfern, kleine, lebendige Kleinode zu zaubern. 

Weniger ist mehr - nirgendwo bestätigt sich dies als Wahrheit so sehr, wie gerade beim Aquarell. 
Gekonnte Aquarelle sind flüchtig, zart, wie hingehaucht und trotzdem intensiv und dadurch sehr lebendig! Ich nenne das gerne magisch. 
Anfänger neigen dazu - natürlich gut gemeint (!) - beim Aquarellieren den ganzen Papierbogen "voll" zu malen. Diesen Fehler machte ich früher auch, aber auf genau diese Weise malt man - unbewußt - ein Aquarell tot... 
und es ist dann stumpf, banal, ausdruckslos und hier spielt es keinerlei Rolle, ob man mit teuren "Porsche-Aquarellfarben" malt oder mit preisgünstigeren, das Resultat ist dasselbe.    

Ich habe heute gelernt, daß man durchaus ein angefangenes Aquarell später noch verbessern kann,
aber nur, wenn man es konsequent lasierend (mit stark wasserverdünnten Farbschichten) 
gemalt hat..    




Dienstag, 20. Mai 2014

Every Day in May 2014 #20 - Nixen


Na also, geht doch - und es wird zukünftig noch besser! ;-)





Nixen   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23 x 26 cm































Die Lorelei 
von Heinrich Heine

Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn. 

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein. 

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar. 

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei. 

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh. 

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.




Montag, 19. Mai 2014

Every Day in May 2014 #19 - Quo Vadis?


Das "Kurventraining" geht weiter...;-)



Quo Vadis?   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23 x 26 cm


Wenn man Figuren zeichnen kann, dann kann man alles zeichnen, soll ein Zeichenlehrer gesagt haben. Das ist sicher richtig. Das Portrait kommt aber noch dazu.
Wie beim Portrait, fallen Unstimmigkeiten bzw. Fehler bei den Proportionen sofort auf, deshalb kann man dies recht gut selber trainieren, denn fratzenhafte Portraits nerven genauso schnell, wie unförmige Figuren.

Vor gut zwei Jahren fing ich an - learning by doing  - Figuren zu zeichnen. Heute ist es fast unvorstellbar, wie hilflos ich mich damals dabei fühlte..:::.für das einfachste Comicmännchen brauchte ich eine aufwändige Konstruktionszeichnung.

Diese drei Damen hingegen - es handelt sich um ein und dieselbe - gingen mir recht locker von der Hand und ich finde, daß sie doch schon eine ganz "gute Figur" machen...;-). 

Wenn man einen "Comiccharakter" erfindet, dann empfiehlt es sich, ihn in drei Ansichten zu zeichnen: Frontal, von Hinten und von der Seite. Dies habe ich hier aufgegriffen. 
Dies sind sehr lehrreiche Übungen - die ich zukünftig öfter machen werde. Neben der Anatomie geht es dabei noch darum, die Hauttöne und Licht & Schatten immer besser darzustellen. 
Solche Mädels dann in luftig-hingehauchten, spontanen und intensiv-leuchtenden Aquarellen wiederzugeben, stelle ich mir sehr sinnlich und sexy vor - 
das beste "Anti-Aging" was ich mir denken kann und dafür muß ich beim anderen Geschlecht nicht einmal angestrengt Konkurrenten "wegbaggern" -
male mir die Welt, wie sie mir gefällt - frei nach Pippi Langstrumpf - es schadet nicht, wenn mann sich etwas malen & zeichnen kann ! ;-)

"Quo Vadis" habe ich auf DIN A4-Format gezeichnet. 
Vor zwei Jahren war ich froh, wenn ich es geschafft hatte, etwas Anatomisches im Jackentaschenformat hinzubekommen...denn: 
Je länger und steiler die Kurven, desto gefährlicher!;-)    









Sonntag, 18. Mai 2014

Every Day in May 2014 #18 - Blick auf die Donau


Blick von meinem Balkon auf die Donau (Rechtenstein)



"Donau-Blick"  Aquarell-Studie  - Watercolor ca. 26x23 cm































Das Bild gewinnt, wenn man es mit ca. 2-3 m Abstand vom Monitor betrachtet!

Ein Aquarell und es kommt mir so vor, als wäre es das erste Bild was ich jemals gemalt hätte...;-(

Neu ist, daß ich diesmal völlig darauf verzichtet hatte, "Zeichnung & Aquarell" zu kombinieren. 
Diesmal ists ein reines Aquarell und für mich noch ungewohnt. 
Es war auch kein malerisches Licht, sondern bewölkt und die rein "grünen" Farben (Wald, Bäume, Sträucher, Wiese, Donau) wirkten durch die oft fehlende Sonne fade "grau-grün".

Bei der "kolorierten Zeichnung" trägt die Zeichung im Wesentlichen das Motiv. 
Die Konturen werden durch die Zeichnung verstärkt.
Beim Aquarell ist es "nur" Farbe und lebt hauptsächlich von "Licht & Schatten". 
Hat man den Dreh raus, dann finde ich die "reinen Aquarelle" besonders faszinierend.
Aber "Aquarell pur" ist wohl die ganz hohe Schule und wieder einmal stehe ich malerisch am "Anfang".
Aber nur so kann Stillstand vermieden werden und eine Weiterentwicklung wird gefördert - es motiviert auch neu!   

Dieses Aquarell entstand in der "Lasurtechnik". 
Mehrere Schichten, ganz blaß (stark verdünnte Farbe) bis leuchtender und kontrastreicher. Der rotbraune Uferstreifen ist übertrieben, zu dunkel und zu dominant. Aber das sind Erfahrungen, die man bei "Studien" macht...die Spiegelungen  der Sträucher in der Donau gefallen mir aber ganz gut, dabei mußte ich teilweise meine Fantasie bemühen, denn immer dann wenn die Sonne verschwand, verblaßten auch die Spiegelungen in der Donau... 

und die Wolken verwandelten wieder alles in ein kontrastarmes "graugrün"... 




Samstag, 17. Mai 2014

Every Day in May 2014 #17 - Kita


Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.
Pablo Picasso (1881-1973)



Kita einmal anders:
Wer Farbe hat, soll sie auch nützen! ;-)



"Kita"  Aquarell - Watercolor ca. 23x25 cm


Nicht "vollkommen", aber meine zukünftige Aquarell-Richtung ist klar:
Sonnig, farbintensiv... expressiv...

Je älter der Maler wird, desto jugendlicher und frischer werden die Malereien...
genauso habe ich mir das gedacht! ;-)  


Donnerstag, 15. Mai 2014

Every Day in May 2014 #15 - Rosi


Rosi bedankt sich mit lautem Schnurren bei Kelly Eddington ;-)

Rosi is purring loudly to  Kelly Eddington ;-)



"Rosi"  Aquarell - Watercolor ca. 23x25 cm


Es sind noch einige kleine Fehler im Aquarell, aber die werden mit der Zeit sicher weniger...




Mittwoch, 14. Mai 2014

Every Day in May 2014 #14 - Viele bunte Smileys


Wenn die Kunst das Leben nicht aufheitern kann, 
wer soll es dann schaffen?



"Bunte Smileys"  Bleistift-Aquarell (Pencil & Watercolor)

































Außerdem scheint mir z.B. das Malen & Zeichnen, die Einzige, noch legitime Möglichkeit ist, in der auch "Erwachsene" sich noch der zwanglosen, entspannenden, fantasievollen Spielerei hingeben können - ohne eine baldige "Einweisung" befürchten zu müssen...;-) 

Eine ganz eigene Kunst ist es wohl, neben den "Maltechniken", anderen Menschen vorallem die Freude an der Malerei zu vermitteln.

Ganz wunderbar schafft dies - meiner Meinung - die junge Amerikanerin Kelly Eddington, die ich vor einiger Zeit auf YouTube entdeckt hatte. Sie ist eine ganz vorzügliche Aquarellistin, die die "Watercolors" so sehr beherrscht, daß sie geradezu "fotorealistische" Motive hinbekommt. Sie war 17 Jahre lang Kunstlehrerin und ist seit ein paar Jahren freischaffende Künstlerin und bringt mit viel Liebe - und sehr beruhigender Stimme - Interessenten auf YouTube das Aquarellieren bei. 
Sehr begeistert mich, daß sie einfach mit Freude bei der Sache ist, ohne daß sie sich als die "große Expertin" exponiert, wie es manche "Kunstlehrer" leider demotivierender Weise an sich haben.   

Sie richtet sich an völlige "total Beginners" und an "Fortgeschrittene", die sich den "letzten Schliff" holen möchten. Also solche wie ich!;-)    

Zufälligerweise ist sie auch eine große Katzenfreundin. Vier Katzen hat sie, die sie natürlich auch malt. Mindestens eine Katze taucht immer am Ende ihrer Videos auf. 

Kelly Eddington  nennt ihre Aquarell-Video-Serie passend:

Art.Food.Kitty  (<----zum Reinschnuppern hier klicken)
 (= "Kunst. Futter. Kitty". Vermutlich ist Kitty eine ihrer Katzen).


Ihre lehrreichen Videos kann man sich kostenlos anschauen. Sie freut sich aber über Spenden.

Hier ist eine "Video-Übersicht"  

Sie liebt auch Blumen, so malt sie Rosen. Ein poetischer Traum. Ich strenge mich jetzt sehr an! ;-) 

 Hier ist ihre Katze Bunny


 

Dienstag, 13. Mai 2014

Every Day in May 2014 #13 - Auf dem Weinberg



Alles eine Frage der richtigen Perspektive...;-)



"Auf dem Wunnenstein"  Bleistift - Pencil (21 x 15cm).


Mittagspause auf dem Parkplatz auf dem "Wunnenstein" bei Großbottwar.
Schnelle Bleistiftskizze vom Auto aus. Das Lenkrad diente als "Staffelei".
Abstand vom Lenkrad zur kleinen Hütte etwa 20m. 
Hinter der Hütte gehts direkt den Weinberg runter. Vor der Hütte sind die gleich die ersten
Rebenpfosten - die Hütte steht tiefer, als die ersten Pfosten - und davor führt rechts um die Hütte 
eine kleine Straße, bergab.

Über dem Giebel der Hütte sieht man am Horizont eine bewaldete Hügelkette.
Das ist nur eine angedeutete Skizze, die Zeit war knapp.

Ich hoffe aber, ich konnte die Situation dennoch erkennbar wiedergeben...;-)

      


Montag, 12. Mai 2014

Every Day in May 2014 #12 - Blaue Stunde


...ehrlich gesagt, es waren ein paar "lasierende" und vorallem sehr entspannende und lehrreiche "blaue" Stunden...;-)




"Blaue Stunde" Aquarell - Watercolor ca. 23x25 cm



Die Farben sind durch das Einscannen leicht verändert. Das Original ist schöner.
Am besten wirkt die Malerei, wenn man sie mit 2-3 m Abstand vom Monitor betrachtet!;-) 


Bessere Übungen um die "Magie des Aquarells" zu lernen, gibt es nicht.
Sehr einfache Formen, wenig Farben, die aber effektiv eingesetzt.  

Eine blaue Glasflasche. Eine blaue Steinkeramik-Kugel (links). 
Eine blaue, flache Steinkeramik-Kugel (rechts). 

Dies habe ich verwendet:
Eine zarte Bleistift-Vorskizze
Ultramarin
Kobaltblau
Türkis
Lila
Sepia
Maskierflüssigkeit ("Rubbelkrepp")

Die Farben bestehen aus jeweils 5-10 transparenten Schichten (stark wasserverdünnt).
Diesmal habe ich auch die Maskierflüssigkeit richtig verwendet.
Die kleinen weissen Flächen, sind die hellen Lichtreflexionen auf der Flasche und den Steinen.
Ich habe hier herausgefunden, daß ich die Maskierflüssigkeit beim "Whitney-Portrait"  nicht gründlich genug weggerubbelt hatte. Nun habe ichs kapiert! ;-) 

  
Ich wünsche eine schöne neue Woche! ;-)

  


Sonntag, 11. Mai 2014

Every Day in May 2014 #11 - Whitney-Aquarell #01

Weil Sonntag ist, gibt es wieder ein Aquarell-Portrait.

Es ist alles dabei, mit Fehlern, wie z.B. "Pigmentstörungen", aber es ist mein erstes Aquarell bei dem ich kein "Bleichgesicht", sondern "dunkle Haut" gemalt habe...




"Whitney-Studie"  Aquarell - Watercolor (ca. 25 x 21cm)


Es ist faszinierend. 
Beim Malen von "dunkler Haut" wurde mir klar, in wieviel feinen und vielseitigen Farbschattierungen sie strahlt. Es ist vielmehr "dunkel-bunt" und straft unsere Bezeichnungen "schwarz" oder "braun" Lügen.

Für Whitneys "dunkle Haut" habe ich fünf verschiedene Farben in mehreren transparenten Schichten übereinander gelegt:
Sepia, Siena gebrannt, Gelber Ocker, Orange und Lila.
Diese Aquarelltechnik nennt man "lasieren". Man malt mit stark verdünnter Farbe, z.B. Sepia, für die dunkleren Hautpartien. Man wartet bis die Farbe trocken ist und legt weitere, bis zu fünf verdünnte Sepia-Schichten darüber, bis es dunkel genug ist. Genauso verfährt man mit den anderen Farben.

Dies ist eine recht zeitaufwendige Malweise, aber nur so entsteht dieser zauberhafte Aquarelleffekt:
Verschiedene "transparente" Farben strahlen, einschließlich des hellen Papiers, durch einander hindurch. 
Beherrscht man das Aquarellieren meisterlich - dies erfordert geduldiges Üben! -  dann haben gerade Aquarelle etwas "Magisches", was mit keiner anderen Maltechnik erreicht wird!   
Beim Pastell, z.B. kann man maximal 2-3 Farbschichten übereinanderlegen, sonst wird die Farbe "stumpf", sie leuchtet nicht mehr. Beim Aquarell sind fünf und mehr transparente (stark wasserverdünnte) Farbschichten möglich - sie leuchten trotzdem.

Die unschönen hellen Flecken auf der Haut - die sog. "Pigmentstörungen", sind ein Malunfall. 
Es gibt die Möglichkeit das Papier mit einer Flüssigkeit zu bestreichen (z.B. "Rubbelkrepp"), wenn diese Stellen weiß bleiben sollen. Man kann sie dann problemlos übermalen. 
Später kann man die Stellen mit den Fingern "abrubbeln" (Rubbelkrepp), um sie nachträglich zu bemalen. Ich weiß nicht, was genau passierte, vielleicht rubbelte ich nicht genug ab, jedenfalls nahm das Papier an diesen Stellen später die Farbe nicht mehr genug an. 
Das ist echtes "Künstlerpech". Schade, sonst finde ich es für den Anfang garnicht so übel. 
Doch das sind Erfahrungen, dafür macht man ja Studien... bestimmt werde ich kurzfristig das gleiche Motiv nochmals aquarellieren... "dunkle Haut" ist sehr schön.;-)     

  







2009 - Whitney brachte ihre letzte CD heraus. Es sollte ein großes Comeback werden. I Look to You... Ich seh Dich an war auch die ausgekoppelte Single. Ein netter Fan stellte die besten Liveversionen dieses Songs zusammen und veröffentlichte es auf YouTube. - "Stimme weg" beschwerten sich Medien und Fans. Ich finde sie beweist hier sehr eindrucksvoll, daß sie selbst mit ihrer angekratzten, "angekoksten" Stimme noch tausendmal schöner singt, als die meisten auf diesem Planeten! Whitney Houston starb, mit 49, am 11.Februar 2012. 




Samstag, 10. Mai 2014

Every Day in May 2014 #10 - "Canard Dans Savon"


Ente auf Seife...

aber en francese klingt selbst eine eher prosaische Situation très magnifique ! ;-)

Ein natürlich-gewachsenes Stilleben...


"Canard Dans Savon"  Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca. 23x25 cm


...eine Seifenablage, ein paar bunte, duftende Seifenbruchstücke aus einer regionalen Seifenmanufaktur und eine kleine gelbe Gummiente. Das "Stilleben" befindet sich auf dem Sims direkt über meinem Waschbecken. Das hatte sich einfach so ergeben. 
Die Seifenbruchstücke gabs als Gratiszugabe in der Manufaktur.
Als ich zuhause war, wußte ich nicht so recht wohin damit, denn ich kann immer nur eine Seife zur gleichen Zeit benutzen. Ich dachte, es wäre durchaus sinnvoll, sie alle auf die Seifenablage in der Nähe des Waschbeckens zu legen...;-)

Nun zum Prachtstück: Die kleine gelbe Gummiente!     
Dies war ein Werbegeschenk. Auf dem Messestand der Stuttgarter Tourismusmesse im Januar 2014, erbettelte ich diese Ente bei einer hübschen Mitarbeiterin vom Badezentrum "Bad Blau", denn ich sammle solche Enten. Vermutlich bin ich der erste und einzige "erwachsene" Mann in ihrem Leben gewesen, der mit so einem kühnen Wunsch an sie herangetreten war, denn dann bleibe ich ihr bestimmt lange in Erinnerung.;-) 

Zusätzlich schenkte sie mir noch einen Gutschein über "1,5 Stunden Sauna - gültig bis 2017".  
Damit ich weder diese Mitarbeiterin - ich habe sie eben in Facebook entdeckt (verrate ich aber nicht!) - noch die "Gratis-Sauna" vergesse, landete die kleine Ente auf dem Seifenberg. 


Alles sehe ich nun mehrmals am Tag direkt vor mir,  mindestens aber morgens und abends beim Zähneputzen... 

... ein natürlich-gewachsenes, malerisches und inspirierendes Stilleben...;-)



P.S. Die kleine gelbe Ente hat auch einen großen Facebook-Auftritt ---> hier und hier
       

     

Freitag, 9. Mai 2014

Every Day in May 2014 #09 - Kochlöffel und so


Wer den Kochlöffel in der Hand hat, 
macht die Suppe so, wie es ihm beliebt.
Aus Italien                                                                                   


.... und so schnell werde ich den Löffel sicher nicht abgeben! ;-)



Kochlöffel und so - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23x25 cm

 
Tja, hätte ich - wie "anständige Leute" - schicke, abschließbare, Designer-Küchenschränke, 
dann könnten sich in meinem Haushalt keine so malerischen, natürlich-gewachsenen Stilleben entwickeln. Mit dem "anständig" habe ich es nicht so dringend. Das Malerische, das Pittoreske, das Idyllische, ist mir entschieden wichtiger!

Außerdem finde ich die üblichen, künstlich arrangierten "Stilleben" - z.B. "ein Apfel, eine Birne, 
eine Pfeife, eine Lesebrille, die aufgeschlagene Bibel und daneben eine brennende Kerze"
mit denen seit Generationen Malschüler zu Studienzwecken gequält werden, stinklangweilig 
und einfach doof... ;-)  



Donnerstag, 8. Mai 2014

Every Day in May 2014 #08 - "Sitting Bull"





"Sitting Bull"  - Bleistift - Pencil (21 x 15cm)


Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf’s neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege
Sitting Bull (1831-1890), Lakota-Sioux-Indianer, er wurde 1890 von einem Indianerpolizisten erschossen.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Every Day in May 2014 #07 - Knallgelbe Veilchen


Weniger ist sehr oft mehr...





Knallgelbe Stiefmütterchen - Aquarell - Watercolor (ca.25x21cm)



































... tauchen die Stiefmütterchen aber zu Hundertschaften, zum Beispiel als "Straßenbegleitgrün" in Verkehrsinseln oder in Fußgängerzonen auf, finde ich sie sehr schnell fürchterlich langweilig. Erscheinen sie gar invasionsartig zu Tausenden in Reih & Glied - wie ich es als Gärtner auf der 
"Insel Mainau" (1981) erlebte, sind sie ein regelrechter Schrecken! 
Wir jungen Gärtner sind damals an Wochenenden auf die Gemüseinsel "Reichenau" geflüchtet,
um uns zu erholen, weil wir das penetrante, quietschbunte und oft künstlich-kitschige Blütenmeer der "Blumeninsel Mainau" nicht mehr ertragen konnten...;-) 

Blühen Stiefmütterchen allerdings vereinzelt in Kübeln, Körben oder Kästen, ists für mich die reinste Poesie und dann liebe ich die Veilchen! 




Dienstag, 6. Mai 2014

Every Day in May 2014 #06 - "Orangen-Power"


Düfte haben mehr als eine Ähnlichkeit mit der Liebe, und manche Leute glauben sogar, 
die Liebe sei selbst nur ein Duft; wahr ist, daß die Blume, der sie entströmt, die schönste 
der Schöpfung ist.
Alfred de Musset (1810 - 1857), französischer Dichter, Novellist und Dramatiker



Orangen-Power - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.21 x 15 cm




Der "Frühjahrsputz" geht weiter...;-) 

Es gibt viele Putzmittel für den gewöhnlichen Haushalt, die so einen penetranten Geruch, ja üblen Gestank haben, daß es mir in frisch geputzten Räumen bald schon schlecht wird und es mir fast lieber wäre, man ließe den Dreck so wie er ist. 
Durch diese vielen chemisch aufgemotzten "Seifenlaugen" wirken die Räume nach dem Putzen zwar "sauber", aber wohl kann ich mich dort deshalb noch lange nicht fühlen.

Vor gut zehn Jahren hatte ich den ersten "Orangenkraftreiniger" einer Ökoproduktkette in meinem Haushalt. Meine Wohnung duftete nach dem Wischen & Schrubben stets nach frisch ausgepreßtem Orangensaft.
Der Freitag war bei mir Dank "Orangenduft", jahrelang "Putztag", auf den ich mich immer schon Tage vorher freute.....später hatte dieses Unternehmen keine Filialen mehr. 
Mein Orangenkraftreiniger ging zur Neige, ich fand keinen würdigen Ersatz und kaufte mir stattdessen "natürlichen", aber ätzend stinkenden "Essigreiniger", den ich nur zum Klo reinigen benutzte und aus wars mit relaxter "Frühlingsfrische" in meiner Wohnung. ;-)

Endlich habe ich wieder einen tollen "Orangenkraftreiniger" entdeckt, zu erschwinglichen Preisen. 
Der ist wirklich kräftig und sehr ergiebig - 5 ml auf 10 Liter Wasser und voll ökologisch abbaubar 
und sehr hautverträglich . WOW! 

Und was für ein himmlischer Duft! 
Als mir heute die Postbotin den neuen Reiniger brachte, ließ ich meine Malsachen sofort fallen (das heißt was!!!), um im Badezimmer zu schrubben und das ganze Bad in Orangenduft zu hüllen...;-)
Natürlich wird "Putzen", nur zum gesunden und entspannenden PutZEN, wenn man im Hintergrund die passende Musik hört - ich empfehle Mozart! ;-). 

Aber kein Adaggio, sondern bitte unbedingt Allegro... in voller Lautstärke  -
hier zum Beispiel:
  
geschrieben für Maria Theresa Paradis



Ich liebe den Duft von Orangen, er macht fröhlich, heiter, optimistisch, relaxed ...
Man bekommt ganz einfach gute Laune und beim PutZEN verwandelt sich meine Wohnung 
in meinem Geiste schnell in einen Orangenbaumhain... irgendwo im sonnigen Süden...
vielleicht in Italien - oder - 
was mir fast noch lieber ist: 

Orange - Orange County - das ist in Süd-Kalifornien! ;-)
    

  

Sonntag, 4. Mai 2014

Every Day in May 2014 #04 - "Wonne-Marilyn"


Sonntags wird nicht geputzt - da habe ich besseres zu tun! ;-)




Ist die Mailuft lau und lieblich,
liegt die Menschheit rum und liebt sich.
                                                                              (unbekannt)



"Wonne-Marilyn"   Aquarell - Watercolor (ca. 25 x 21cm)



Dieses Portrait hatte ich kürzlich als "Pastell" vorgestellt, nun ists ein Aquarell. 
Es gefällt mir besser als das Pastell, obwohl man beim Aquarell noch viel mehr falsch machen kann.
Man muß dabei sehr schnell sein. Fehler sind kaum zu korrigieren. Wenn die Farbe noch naß ist, wirkt sie "dunkler", als im trockenen Zustand. Irrtümer wirken sich besonders bei "Licht & Schatten" eines Gesichtes fatal aus. Die linke Gesichtshälfte (wenn man drauf schaut) ist mir etwas zu "gelblich" geraten - zu spät! Das mache ich niiiie wieder...
Ist die Farbe erstmal ins Papier eingesogen, hat man es entweder richtig gemacht und man wird mit zarten und strahlenden Farben belohnt - oder aber das Antlitz ist geschändet...;-)
Dies ist das erste Mal, daß ich mich getraut hatte, ein Portrait auf hochwertigem, 300 g starken Aquarellkarton (DIN A4) zu malen.

Beim Malen hoffte ich, daß sie noch "schöner" würde, aber ich finde es okay so. - 
Zum "Tanz in den 1. Mai" hätte ich sie - so wie sie hier ist - gerne mitgenommen!;-)  



Der passende Soundtrack für obiges Aquarell und einen "Tanz in den 1. Mai" 
ist meiner Meinung dies hier, einfach Zucker  - Zucchero vom Feinsten 
und ganz laut anhören  - träumen ist erlaubt...;-)